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Multimediale Buchlesung mit Annette Hildebrandt und Lothar Tautz

Am 22. Juni 2019, 19:30 Uhr

„Protestanten in Zeiten des kalten Krieges. Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjubiläum 1983 im Fokus der Staatssicherheit“

 

Wohl kaum eine Handlung in der DDR ist bis heute derart im öffent­lichen Bewusstsein verankert, wie das symbolische Umschmieden eines Schwerts zu einer Pflugschar auf dem Kirchentag vom 22. bis 25. September 1983 in Wittenberg. Eingebettet in eine Zeit atoma­rer Hochrüstung der beiden Militärblöcke, gab er mit seinem Motto „Vertrauen wagen“ ein wichtiges Signal im Jahr des 500. Geburtsta­ges von Martin Luther.

Dass der Staat damals kein Vertrauen wagte, wird aus der Tätig­keit des Staats­sicherheitsdienstes der DDR rund um dieses Ereignis deutlich. Bereits am 3. Oktober wurde SED-Chef Erich Honecker ein zusammenfassender MfS-Bericht von Erich Mielke vorgelegt. Der Staatssekretär für Kirchenfragen, Klaus Gysi, bezeichnete den Kirchentag im Rückblick als „schlimmsten Kirchentag von allen“.

Mithilfe von verschiedenen Dokumenten aus kirchlicher und staat­licher Überlieferung, Gesprächen mit Zeitzeugen und eigenen Er­fahrungen gelingt es Annette Hildebrandt und Lothar Tautz diese (kirchen-)politisch nachhaltigste Großveranstaltung im Lutherjahr 1983 einem breiten Publikum zu erschließen.

 

Im Rahmen der zeitgeschichtlichen Ausstellung „Unsere Zukunft hat schon begonnen. Das christliche Umweltseminar Rötha“, die vom 17.6. bis 18.8. in der Ev. Stadtkirche aufgebaut ist, gestaltet das Autorenehepaar Annette Hildebrandt, Tochter der unvergessenen Regine Hildebrandt, und Lothar Tautz, einen multimedialen Abend mit Videos, Fotos, Live-Musik u.a. von Renft zur Vorstellung ihres Zeitzeugenbuches „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges. Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjubiläum 1983 im Fokus der Staatssicherheit“ am Montag, dem 24. Juni, 19.30 Uhr, in Kirche oder Gemeindehaus. Dabei spielt auch das ehemalige „Karl-Marx-Lager“ Bad Schmiedeberg eine nicht unwichtige Rolle!

Das Buch kann zum Sonderpreis von 5 Euro an diesem Abend erworben und natürlich auch signiert werden.

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Gesprächsabend ist frei, um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird freundlich gebeten.

 


„Protestanten in Zeiten des kalten Krieges. Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjubiläum 1983 im Fokus der Staatssicherheit“

 

Wohl kaum eine Handlung in der DDR ist bis heute derart im öffent­lichen Bewusstsein verankert, wie das symbolische Umschmieden eines Schwerts zu einer Pflugschar auf dem Kirchentag vom 22. bis 25. September 1983 in Wittenberg. Eingebettet in eine Zeit atoma­rer Hochrüstung der beiden Militärblöcke, gab er mit seinem Motto „Vertrauen wagen“ ein wichtiges Signal im Jahr des 500. Geburtsta­ges von Martin Luther.

Dass der Staat damals kein Vertrauen wagte, wird aus der Tätig­keit des Staats­sicherheitsdienstes der DDR rund um dieses Ereignis deutlich. Bereits am 3. Oktober wurde SED-Chef Erich Honecker ein zusammenfassender MfS-Bericht von Erich Mielke vorgelegt. Der Staatssekretär für Kirchenfragen, Klaus Gysi, bezeichnete den Kirchentag im Rückblick als „schlimmsten Kirchentag von allen“.

Mithilfe von verschiedenen Dokumenten aus kirchlicher und staat­licher Überlieferung, Gesprächen mit Zeitzeugen und eigenen Er­fahrungen gelingt es Annette Hildebrandt und Lothar Tautz diese (kirchen-)politisch nachhaltigste Großveranstaltung im Lutherjahr 1983 einem breiten Publikum zu erschließen.

 

Im Rahmen der zeitgeschichtlichen Ausstellung „Unsere Zukunft hat schon begonnen. Das christliche Umweltseminar Rötha“, die vom 17.6. bis 18.8. in der Ev. Stadtkirche aufgebaut ist, gestaltet das Autorenehepaar Annette Hildebrandt, Tochter der unvergessenen Regine Hildebrandt, und Lothar Tautz, einen multimedialen Abend mit Videos, Fotos, Live-Musik u.a. von Renft zur Vorstellung ihres Zeitzeugenbuches „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges. Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjubiläum 1983 im Fokus der Staatssicherheit“ am Montag, dem 24. Juni, 19.30 Uhr, in Kirche oder Gemeindehaus. Dabei spielt auch das ehemalige „Karl-Marx-Lager“ Bad Schmiedeberg eine nicht unwichtige Rolle!

Das Buch kann zum Sonderpreis von 5 Euro an diesem Abend erworben und natürlich auch signiert werden.

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Gesprächsabend ist frei, um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird freundlich gebeten.

 

Veranstaltungsort:

Ev. Gemeindehaus Bad Schmiedeberg, Kirchstr. 5
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