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Meuro

-die „Vieren“ in der Heide

Meuro, Ogkeln, Sackwitz und Scholis wurden im Volksmund schon immer als die „Vieren“ bezeichnet. Der Name Meuro dürfte slawischen Ursprungs sein und deutet auf eine Siedlungsgeschichte von etwa 1000 Jahren hin. Gräberfelder und Hügelgräber verweisen auf eine wesentlich frühere Besiedlung. Die Ersterwähnung des Ortes Meuro erfolgte 1410. Die Orte Sackwitz 1388, Ogkeln um 1400 und Scholis 1442. In allen 4 Ortsteilen gab es so genannte Schulstuben. Etwa 1950 entstand in Meuro für 28 Jahre eine allgemeinbildende Polytechnische Oberschule, die nach Umbau eines ehemaligen Inspektorenhauses und eines Gutsochsenstalles (Vorwerk zum ehemaligen Gut Reinharz gehörend) bis zu 200 Schülerinnen und Schüler beherbergte. Weiterhin wurde die Einrichtung bis 1990 als Sonderschule und als Heim für Wandern und Tourismus genutzt. Von 1991 bis 2001 war darin das Heim für Auslandsdeutsche untergebracht.

Besondere Baudenkmale sind die Feldsteinkirche in Ogkeln und Meuro, beide zwischen fünf und siebenhundert Jahre alt, in Ogkeln soll sogar Martin Luther gepredigt haben. Die Kirche in Meuro zeigt eine Besonderheit: Der Kirchturm, als Geschenk des Grafen Löser aus Reinharz, entspricht im Grundriss dem Schlossturm in Reinharz (6-eckig) und steht östlich neben dem Kirchenschiff.

Das Erscheinungsbild der vier Orte hat sich seit 1990 stark gewandelt. Dies betrifft den Um- und Ausbau sowie Neubau von privaten Wohngrundstücken, Trinkwasserversorgung, Telefonanschluss, Straßen- und Gehwegbau, auch Ortsverbindungswege, Erneuerung der Straßenbeleuchtung, weiterhin die Gestaltung der Dorfteiche mit Grünanlagen, von Kinderspielplätzen und umfangreiche Renovierungen in der Kindertagesstätte und dem Ausbau der Ortsumfahrung für Meuro. Das 1988-1990 errichtete Bürgerhaus in Meuro beherbergt heute das Büro des Ortsbürgermeisters, den Trinkwasserzweckverband, einen Friseur sowie einen sehr aktiven Jugendklub und die Bücherei. Auch zahlreiche Vereine nutzen diese Räumlichkeiten regelmäßig. In den vier Orten gibt es einige Gaststätten, auch Pensionen und ein Hotel, die „Sackwitzer Mühle“, laden ein. Ortsprägend ist auch die landwirtschaftliche Tätigkeiten der Agrargenossenschaft e.G. sowie Wiedereinrichtern, die etwa 1000 ha Acker und Grünfläche betreiben.