• Stadtansicht Bad Schmiedeberg

Söllichau

-ein Dorf im Zentrum der Dübener Heide

Der Ort Söllichau liegt im Herzen des Naturparks Dübener Heide. Von hier können interessante und erholsame Wanderungen auf gut ausgeschilderten Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden. Auch Kremserfahrten durch die Dübener Heide werden angeboten. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Um 600 n. Chr. wurde erstmals ein weilerartiges Dorf errichtet.

Um etwa 1200 ließen sich hier flämische Siedler am quellenreichen Fichtberg nieder und gründeten das Straßendorf Söllichau, in seiner heutigen Form. Bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete man die heutige noch schmucke romanische Kirche. 1531 gab es in Sölichau 20, 1950 bereits 33 Gehöfte. Heute bewohnen ca. 900 Menschen unser Dorf. In der Zeit der kursächsischen Jagden in der Dübener Heide (ab dem 16. Jahrhundert) befand sich in Söllichau eine Wildmeisterei mit Hundehof für die Jagdhunde des Kurfürsten. Die Wildmeisterei bildete die Grundlage für die bis zum Jahre 1950 existenten Oberförsterei Söllichau. Nach der Schließung des Forstamtes erfolgte der Umbau des Gebäudes zum Kulturhaus, mit Anbau eines 180 Personen fassenden Saales. Das nach der Wende von der Gemeinde übernommene und rundum sanierte Kulturhaus ist das kulturelle Zentrum unseres Ortes und Heimstädte eines vielfältigen Vereinslebens.

Söllichau verfügt heute über eine gute Infrastruktur. Neben zahlreichen örtlichen Versorgungseinrichtungen sind auch Einrichtungen der medizinischen und gesundheitsfördernden Betreuung ausreichend vorhanden.

Auch für die Gastronomie sind für Einwohner und Gäste mehrere Lokale vorhanden. Söllichau besitzt einen selbstständigen Eigenbetrieb, der die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung im Ort sichert. Außerdem gibt es vieles Interessantes im Ort und Umgebung zu entdecken.

Die Röhrbrunnen:

Am Südhang des Fichtberges befindet sich ein quellreicher Wiesengürtel. Das hier austretende Wasser sammelt sich in um 1750 geschachtete Brunnen und wurde über ausgebohrte Kiefernstämme zu den Wasserkästen geleitet. 1969 erfolgte die Neugestaltung der Wasserkästen. Das Sandsteinbecken gegenüber der Kirche ist noch im Originalzustand erhalten.

Die Heimatstube:

Das Gebäude am Friedhof, in dem sich die Heimatstube befindet wurde 1800 als Schule mit zwei Klassenräumen erbaut. Später war es Wohnhaus und Gemeindeamt. 2001begann der Umbau zur Heimatstube. Mit viel Mühe und Geschick hat der Heimatverein die Söllichauer Geschichte dargestellt.

Die Schmiede:

Die 1908 von der Familie Böhme erbaute Schmiede wurde bis 1952 betrieben. Eine große Bedeutung hatten der Hufbeschlag, die Stahlbereifung für Ackerwagenräder sowie die Reparatur von landwirtschaftlichen Maschinen. Sie ist bis heute ein technisches Museum.

Die Kirche:

Der ursprüngliche Bau war eine spätromanische Kirche aus dem 13. Jh. Und wurde vermutlich durch die Hussiten (Taburiten) zerstört. Das jetzige Kirchenschiff stammt aus dem Jahr 1446.

Der einstige Turm an der Ostseite wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und 1857 ab der Westseite mit Zugang zum Kirchenschiff neu errichtet. Bedeutsam ist der hölzerne Kanzelaltar mit reichem Schnitzwerk von Michael Harnisch. Der spätbarocke Taufengel ist eine Arbeit des Leipziger Bildhauers Caspar Friedrich Löbelt.

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