• Stadtansicht Bad Schmiedeberg

Pretzsch Elbe

– ein wichtiger Knotenpunkt mit Elbübergang

Die Ortschaft Pretzsch (Elbe) mit den Ortsteilen Stadt Pretzsch (Elbe), Merschwitz, Körbin-Neu und Körbin-Alt war bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde eine eigenständige Stadt. Pretzsch liegt am Rande der Elbaue und dem Naturpark „Dübener Heide“ und wirkt besonders reizvoll, wenn man von der Fähre über die Elbe zur Hochfläche der „Dübener Heide“ schaut. 

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 981. An der Stelle des damaligen Burgwardes erhebt sich heute das prächtige Renaissance-Schloss, das 1574 vom damaligen Schlossherren Hans Löser erbaut wurde. Christiane Eberhardine, die Gemahlin August des Starken, lebte hier und ließ durch den Dresdner Baumeister Pöppelmann den schönen Schlosspark anlegen, die Schlosseinfahrten gestalten und auch die Stadtkirche umbauen.Weithin leuchtet der Kirchturm, eine Kostbarkeit des Dresdner Barock. In der Kirche fand so die Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen ihre letzte Ruhestätte. Schloss und angrenzende Schlosspark wurde in den letzten Jahren sehr aufwendig renoviert und umgestaltet. Wenige Meter steht „Am Markt“ das Geburtshaus des Musikpädagogen Friedrich Wieck, dessen Tochter Clara, eine gefeierte Pianistin ihrer Zeit, mit dem Komponisten Robert Schumann verheiratet war. Und was verbindet Pretzsch mit der Deutschen Mark? – Auf dem 100-DM-Schein wurde Clara Schumann abgebildet. Altstadt und Schloss liegen, von Hochwasserschutzdeichen umgeben, auf dem westlichen Elbufer, dort wo sich die Straße vom Kurort Bad Schmiedeberg nach Jessen mit der Bundesstraße 182 von Wittenberg nach Torgau kreuzt. Landschaftlich bietet die Umgebung reizvolle Bilder. Die Landstraße überwindet Höhen und Senken am Rande der Heide, Wiesen, Felder, Teiche und Wälder folgen in anmutigem Wechsel. Vom Golmer Berg, er liegt 50 Meter höher als die Elbaue, kann man weithin die Elbniederungen überschauen. Dort hat man auch Gelegenheit, im Hotel „Golmer Weinberg“ einzukehren und in ruhiger Natur zu übernachten.

Die im Naturpark „Dübener Heide“ vorhandenen „Lausiger Teiche“ sind künstliche Anlagen und werden auch fischereimäßig genutzt. An deren Ufer befindet sich auch der Campingplatz „Lausiger Teiche“ mit der Gaststätte „Zum Teichhaus“. Die ehemalige Kureinrichtung wurde zu einem großzügigen und gut besuchten Hotelbetrieb, dem Parkhotel Pretzsch, ausgebaut. Ganz in dessen Nähe ist das Heimatmuseum Pretzsch eingerichtet, welches eindrucksvoll die Heimatgeschichte des Ortes und der Elbaue darstellt. Mit so manchen historischen Exponaten kann das Leben unserer Vorfahren hier anschaulich wiedergegeben und nachempfunden werden. Erwähnenswert ist auch der Elberadweg, der durch den Ort führt und hier die Elbe quert. Er ist einer der meist befahrenen Radwanderwege Deutschlands. Pretzsch ist allein für seine reizende Umgebung einen Besuch wert. Spaziergänge zur Gierseilfähre auf der Elbe und entlang der Elbauen sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Auch der nahegelegene Naturpark „Dübener Heide“ lädt zum Wandern und Radfahren ein. 

http://www.pretzsch-elbe.de/